Für Susi

Montag, 17.09.2012

 

Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr.

( Der kleine Prinz )

                                                                                                      Meine Strandwelt               

Ich brauche vor allem einen, der sich wie ein Fenster aufs Meer hin öffnet, nicht aber einen Spiegel, vor dem ich mich langweile.

( Die Stadt in der Wüste )

                                                       Mit jedem sonnenuntergang kommt auch wieder ein Sonnenaufgang <3                                 

Darum, mein Freund, brauche ich so sehr Deine Freundschaft. Zu Dir kann ich kommen, ohne ein Stück meiner inneren Heimat preiszugeben. In Deiner Nähe brauche ich mich nicht zu entschuldigen, nicht zu verteidigen, nicht zu beweisen. Über meine ungeschickten Worte, über meine Urteile hinweg, siehst Du einfach nur mich.

( Bekenntnis einer Freundschaft )

       Deine Wolkenbergwelt             

Mittwoch 05.09.2012; 8.45 Uhr; Terremoto Stärke 7,6

Montag, 17.09.2012

Da ich keine besorgten Nachfragen oder Anrufe bekommen habe, muss ich wohl annehmen, dass die Tatsache, dass vor kurzem hier eines der seit langem stärksten Erdbeben war, in Deutschland nicht so bekannt ist. :)

        Supermarkt Santa Cruz 

Es ist Mittwochmorgen und ich arbeite alleine mit einer Klasse älterer Schüler. Gerade lese ich sehr konzentriert eine  schwere Aufgabenstellung und überlege mir wie ich das auf Spanisch erklären soll. Plötzlich packt mich die Schülerin neben mir mit Schraubstockartigen Griff am Arm. Im ersten Moment dachte ich sie hat einen Anfall, im zweiten Moment stand die Erde leicht schräg und im dritten begannen die Tische sich leicht durchs Klassenzimmer zu bewegen.

                                                      Die Schöne Kirche bei uns im Ort                   

Danach wurde ich von allen gefragt ob ich große Angst hatte, dass kann ich nicht behaupten, aber die Stimmung auf dem „Pausenhof“ zwischen hysterisch schluchzenden Mädchen und verzweifelt Familie und Freunde zu erreichen versuchenden Menschen war definitiv aufwühlend. Die Worte eines Schülers: “Meine Beine fühlen sich wie Gelatine an“ treffen das Gefühl eigentlich ganz gut.

                                                                                                           Straße Nicoya    

Der Ursprung des Erdbebens lag in meinem schönen Guanacaste, weshalb auch grade die umliegenden Orte Nicoya und Santa Cruz besonders hart getroffen wurden. Mit hauptsächlichen Sachschaden sind alle nochmal ganz gut weggekommen aber seit dem 5 .9 wird Costa Rica regelmäßig von Nachbeben heimgesucht die bis zu Stärke 5,1 haben und in meiner Familie schläft nachts niemand mehr ruhig, alle sind vorbereitet auf ein mögliches stärkeres Nachbeben. Glück im Unglück kann ich nur sagen und eine Erfahrung die ich wohl nur schätzen kann, weil alles so gut ausging!

Besuch der Nebelberge

Sonntag, 26.08.2012

Sicherlich nochmal eine andere Welt als mein wunderschönes Guanacaste hat sich auf dem Ausflug zu Susi, nach San Carlos, offenbart. Auf einmal von Bergen und Tiefhängenden Wolkenfetzen umgeben ist auch einmal eine sehr schöne Abwechslung. Wenn die Wolken sich ein Stückchen zurückziehen hat man nicht zu Letzt auch die Chance den Vulkan Arenal zu bewundern.

                                                          der schwarze Berg                                                       

 Bei dem Ausflug in eine nahe andere Stadt haben wir wortwörtlich unter Brücke gebadet! :) Den dieser Fluss der dort unter einer Brücke entlang fließt ist meinem seinem Tarzan Schwung Seil direkt ins Wasser einer der Touristen Attraktionen.

                   Baden unter der Brücke!             

In eintretender Dunkelheit haben wir uns auf den Weg zu den heißen Quellen gemacht. Unglaublich durch den Vulkan erhitzt kann in diesem warmen bis Sauna heißen Wasser ohne Probleme eine kalte Nacht verbringen. Was wir natürlich nicht haben, schließlich sollte noch gut Party gemacht und getanzt werden (einmal mit und einmal ohne Rollschuhe).

                                                                                                 Da saust sie vorbei ;)                              

Die ca. 7 Stunden Busfahrt sind echt anstrengend aber absolut lohnend! Dank dir Susi!

Monteverde- grüne Berge

Sonntag, 26.08.2012

                                                             Eine Blumenblume     

Dieser nur kurze Ausflug in den kleinen, sehr touristischen, aber trotzallem gemütlichen Ort Santa Elena, war definitiv der Adrenalin reichste meiner Zeit hier!

      Vollkommen ausgerüstet                                            daaaa fliegt man lang!                                   Leider Geil!                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

Schon das durchschreiten eines der Parks auf in den Bäumen, hängenden Brücken, war ein tolles Erlebnis. Der Wald ist vor allem Nebelwald  in einer Höhe,  in der man schon eine leichte Luftknappheit bemerken kann. Noch viel aufregender war jedoch,… Canopy und Tarzan swing. Also an Seilen die sogar noch über den höchsten Bäumen gespannt sind, entlang fliegen oder sich von ca. 30m an einem Seil in die Tiefe schwingen. Super geile Sache kann ich nur sagen!

                                                                Bis ans Ende der Welt und noch viel weiter!                                                                          

Tortuga Tour Tortugero

Donnerstag, 23.08.2012

Schildkröten, schon immer habe ich sie geliebt, diese gemächlichen Tiere der Urzeit. Ob es die lächelnde Kasiopaja in Momo oder die weise Nesaja in Tabaluga war. „ Vernünftig wer ist das schon, Erwachsen was heißt das schon, ich bin ich und du bist du das ist alles was ich weiß.“

Somit stand Tortugero natürlich ganz oben auf meiner Ausflüge Liste.

Nach einer Bootsfahrt, auf der man den einen oder anderen Kaiman sehen kann, kommt man auf der gemütlichen Halbinsel Tortugero an. Schon der Ort an sich  ist faszinierend, eine harmonisch erscheinende Mischung aus Touristen und Einheimischen. Die einfachen aber wunderbar in dieses Bild passenden Häuser erreicht man über weiche Sandwege auf denen man schon faszinierenden Insekten und vögeln begegnen kann.

         Tortugeroooo                         Der Herr Tortugeros                               Parque   

Auf der unternommenen Kanufahrt, haben wir zwar einen etwas andere Wege als geplant eingeschlagen J aber nach erstmaliger Enttäuschung kann ich sagen, dass es trotzdem bei Gesang, unter Affen Picknicken und Adrenalin Gewitter sehr toll war!

            Auf nach Limon                                       Sieht aus wie in herr der Ringe oderß                                     Nur fliegen ist schöner!      

 Der Park für den man extra Eintritt zahlt, der aber theoretisch parallel vom Strand verläuft ist sehr schön und sehr einfach zu durchlaufen. Der Strand ist leider eher erschreckend gewesen. Mit  teilweise antörnend braunen Wasser und peligroso (gefährlich) Wellen also nicht so toll zum schwimmen.

                                                               das war noch ein langweiliger vogel sag ich euch :)                               

Das Highlight war trotz Müdigkeit und Erschöpfung definitiv die Nachttour. Es ist unglaublich sagen zu können direkt hinter einer  Schildkröte gestanden zu sein und ihr dabei zugesehen zu haben,  wie sie ihre 100! Eier legt diese mühsam zu buddelt und dann bestimmt sehr erleichtert wieder zum Meer kriecht und letztendlich als kleiner schwarzer Punkt von den Wellen umschlossen wird. Also definitiv einmalige Tage die mit einer feuchten Boot Übersetzung und wunderschönen Kopfkino geendet haben.

Disculpa

Donnerstag, 23.08.2012

Entschuldigt bitte liebe Leser, dass ihr solange auf neue Artikel warten musstest seid ich Zuhause kein Internet mehr habe ist nicht oft die Gelegenheit etwas geschriebenes online zu stellen.

                                                         Mein Haus und mein Bruder :)                                             

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich jetzt in Los Angeles wohne? Jaja liegt gleich nach Las Vegas und vor San Pedro! ;) Die Amerikanisierung lebe hoch! ^^

                                                   Muttertagsfrühstück 15.8                              

Geheimsprache Spanisch

Dienstag, 10.07.2012

Es sind Ferien und was macht man da wenn man an der Pazifikküste lebt? Ganz genau! Und zwar diesmal nicht nur mit Susi sondern auch noch mit ihren Eltern und zwar mit ihren deutschen, die gerade zu Besuch sind. Gewohnt haben wir in Samara. Der Strand ist teilweise leider verschmutzt gewesen, aber es gab auch schöne und leere Teile, der Ort war echt gemütlich und relativ preiswert.

                                Mal wieder im Hotel schlafen, was ein Luxus! :)                                 Playa Carillo           

Wir haben sehr nette Leute kennengelernt. Noch schöner war der nicht weit entfernte Play Carillo. Die Straßen sind generell in schlechtem Verhältnis also nicht Asphaltiert und mit Schlaglöchern, was für mich mittlerweil vor allem durch SB gewohnt ist aber natürlich für Susis Eltern. Vor allem der Weg zum Ort Islita war aber auch echt ein Abenteuer weil man auch noch durch einen Fluss fahren musste(unser Glück das es trotz Regenzeit kaum geregnet hat). Der Playa Islita selber war leider mehr oder weniger komplett aus Steinen bestehend was echt unangenehm war und auch die Wellen haben durch ihre Stärke bald keinen Spaß mehr gemacht. Dafür war das Dorf ein Museum für sich. Über all bemalte Dinge, Figuren, Bilder und Mosaike. Wunderschön! So wie die Tage mit dieser lieben Familie.

wenn ja wenn dann könnte man das natürlich auch selber machen                                     ich liebe Mosaik unnd die Costarikaner auch                             da macht zur schule gehen doch geleich mehr Spaß      

Von verratenem Vertrauen, enttäuschten Erwartungen und total tollen Tagen

Mittwoch, 20.06.2012

"Es gibt da ein kleines Problem“, hat meine, nun sagen wir mal so, eher unsympatische Kontaktperson wortwörtlich zu mir gesagt. "deine Eltern wollen nicht, dass du weiterhin bei ihnen wohnst." Anstatt diesen, ja irgendwie mich doch sehr betreffenden Umstand, erst einmal mir zu erzählen musste ich das also aus seinem Mund hören. Er wisse schon seit einiger Zeit bescheid. Ja wie schön für ihn!

Ich habe also mit meinen Eltern gesprochen. Sie haben das ihm gegenüber gar nicht so krass ausgedrückt. Ihre Hintergedanken waren auch gar nicht mal verwerflich. Sie wollen das ich in eine Familie komme, die mehr Zeit für mich hat, die mehr zu Hause ist mit mir reden für mich kochen kann (Immerhin wiege ich nach den Schätzungen meiner Mutter 30 Kilo, was natürlich am fehlenden Fleisch essen liegt!). Diese Besorgnis schön und gut aber warum entscheiden sie sowas dann einfach, hätten sie mich einmal gefragt ob ihre viele Abwesenheit ein Problem für mich ist hätte ich ihnen mit "Nein" antworten können. Aber warum sollte man mich auch fragen.

Entonces neue Familie in Santa Babara oder der Rest meiner Familie in Santa Babara. Diese Erkenntnis hart mich hart getroffen. Wie ich trauriger weise eingestehen muss nicht, weil ich so übermäßig an meinen Eltern hängen würde, nein, dann schon eher an Santa Cruz. Oder vielleicht daran ein doch recht luxuriöses Zimmer zu haben alleine schon dadurch das es meines und relativ groß ist. Daran das nicht immer jemand da ist der etwas von einem will, das meine engste Tica Freundin auch in Santa Cruz wohnt, das man gute Busmöglichkeiten hat und nicht um 18 Uhr der letzte fährt, daran dass man nicht ne halbe Stunde zum nächsten Supermarkt läuft wo man nicht unbedingt bekommt was man will, daran das einem nicht jeden Tag um die 5 Schüler über den Weg laufen und man sich leicht beobachtet vorkommt… Nun Gründe diesen Umzug nicht zu mögen, gibt es in meinen Augen viele. Zumindest im Moment ich weiß das es gerade alles schwärzer gemalt ist als es seien wird. Aber mit so einer Veränderung von einer auf die andere Sekunde und aus heiterem Himmel muss man auch erst einmal klar kommen. (Entschuldigt in diesem Sinne auch mein spätes schreiben(: ) Hätte meine Tante sich nicht angeboten hätte ich sogar in eine komplett neue Familie wechseln müssen.

Mittlerweile wohne ich fast zwei Wochen bei meiner Tante ach so ne ehm nun Mutter, in Santa Babara. Ich hab ein kleines Zimmer mit Bett und lebe immer noch zu ¾ aus dem Koffer weil die versprochene Kommode auf sich warten lässt.

Jeglicher Luxus ist gewichen und zwar für eine Familie auf die ich nicht (mehr) zu hoffen gewagt hatte. Ich habe jetzt zwei Brüder, natürlich ist es anstrengender wenn ein 8- jähriger ständig mit dir spielen will oder du Babysitter für einen gerade sprechen lernenden aber schon lauthals deinen Namen schreiende Knirps bist. Aber dafür lieben sie mich auch unglaublich und können sich nichts Schöneres vorstellen als eine große Schwester dazuzubekommen, die im Gegensatz zu ihnen sogar ein „eigenes“ Zimmer hat. Auch meine neue Mutter gibt vielmehr das Gefühl auch noch eine Costa Rica Familie zu haben als es vorher je war, nie im Traum hätte ich meine Ex- Mutter J „Mama“ genannt, dass hat sich geändert. Da mein Vater die ganze Woche in San Jose arbeitet hatte ich noch nicht viel mit ihm zu tuhen, aber er scheint im Gegensatz zu seinem „Vorgänger“ wirklich lustig zu sein.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                          viel größer ist mein Zimmer nicht                                           

Klar ich sehe immer noch einige Nachteile die dieser Umzug mit sich bringt und es kann wirklich nerven hier in einem Kaff zu leben, gegen das Bammental, göttliche Busverbindungen hat und für jegliche Besorgung trotzdem erst nach Santa Cruz fahren zu müssen. Oder auch, dass nur im Haus meiner Oma ein Internet Festanschluss ist. Die ist übrigens eine so super tolle Hausfrau, dass sie auch täglich in die Häuser ihrer drei Kinder rein spaziert kommt und schaut ob auch alles so läuft wie es ihrer Meinung nach sollte!!! Denn die ganze Familie wohnt hier nebeneinander. Was heißt dass ich jetzt neben meiner Lieblingstante Nela wohne und ihr oft Kameradschaft in ihrem Haus oder sogar ihrer Arbeit im College leiste. Lange rede kurzer Sinn, ich bin glücklich hier und fühle mich mehr Zuhause als je in Santa Cruz.

      vor kurzen waren drei Tage Kultur Programm mit Tanz und Musik bei mir in der Schule am letzten Abend hat jeder so einen wunderschön bemalten Guacal bekommen                                                                 Diese Gruppe aus Liberia war der Hammer so wie dieser nette Junge Mann neben mir ;)                      

Kommen wir zu den „tollen Tagen“. Nachdem aus Nicaragua (vorerst) nix wurde hat Susi mich kurzerhand besucht (da hab ich noch SC gewohnt). Wir hatten fünf wunderbärig tolle Tage! Sie hat mich in die Schule begleitet, sogar mit mir alleine unterrichtet, was natürlich für die Schüler auch eine aufregende Sache war auf einmal zwei weiße dastehen zu haben! Bis heute fragen mich auch immer wieder welche was mit Susi ist. Und natürlich sind wir an den Strand und zwar an einen der bisher mit am schönsten und faszinierendsten überhaupt, Playa Conchal. Der wie sein Name schon sagt aus Muscheln besteht. Anstatt aus Sand besteht er aus durch die Gezeiten blank geschliffenen Muscheln bzw. Muschelteilen und Steinen. Richtung Wasser werden diese immer kleiner bis sie in feinen Muschelsand übergehen. Das Wasser ist zum großenteil glasklar gewesen. Das wunderbare Wasser haben wir somit auch bei starkem Regen nicht verlassen. Es war eine super Zeit und ich habe lange nicht mehr so viel gelacht! Wir hatten definitiv unseren Spaß. :)

                                                                                                                                                                                                                                         Muschelsanstrand                                                         playa Flamingo Hart aber herzlich :)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    

Rio Celeste- ein Traum in Blau

Freitag, 25.05.2012

Ein Freund von mir hat mich als verrückt erklärt, weil ich lieber an den Rio Celeste als in die Karibik wollte. Nun ich kann nur sagen, jeder der seine Zeit in Costa Rica verbringt und sich das entgehen lässt, ist verrückt.                                                                   Schon bei der Anfahrt mit dem Taxi zu unseren Cabinas hat das Abenteuer begonnen, den die Straßen sind ganz an den bergig natürlichen Zustand angepasst! Lächelnd 

                                                     nein das ist kein Spazierweg, das ist eine Straße!                                                     

Die Cabinas Piuri, sind definitiv jeden ihrer, bisschen mehr als üblichen, Colones Wert. Den sie sind die einzigen, die einen Direktzugang zum traumhaften Rio Celeste haben. Teils in schönen kleinen Becken angelegt teils in Naturzustand belassen, kann man also wann immer man will in diesem klasklaren (Salzfreien!) Wasser baden gehen.  

            wie soll ich bloß je wieder ein Schwimmbad genießen?!                      Arenal aber auch Tenorio warn zu sehn                      ein ganzer Fluss nur für Susi Simon und mich!            

Der Ausflug in den Tenorio Nationalpark war ein bisschen wie ein Finca Flasback. Wundeschöne Dschungellandschaft, komplett umgeben von grün und unbekannten Geräuschen. Der absolute Höhepunkt war das Baden unter dem Wasserfall des Rio Celeste. Alleine der Anblick des Wassers hat schon ein "the Beach feeling" ausgelöst und jetzt zu sagen, da bin ich geschwommen erscheint mir im Augenblick schon wieder fast unglaublich.

  wirklich wunder welt       ohne Worte       Dschungelschaukeln        Seeteppiche      ja genau das ist eine Schlange die da gemächlich durch die Äste schlängelt   

Bei dem Rückweg aus dem Park, ging das Survival Abenteuer erst so richtig los. Den wir wurden, eigentlich nicht überaschender Weise, vom Regen überrascht. Die ohnehin schon Adrenalin fördernden Wege, verwandelten sich augenblicklich in Schlammlawinen die wir mehr lang rutschen als kletterten. Anfangs den Regen- wald noch singend und scherzend durchschreitend und den Anblick des zwischen den Bäumen hängenden Nebels genießend, wünschte nach ungefähr zwei stunden schimpfen schlittern stoßen glaube ich jeder von uns sich endlich aus diesem Abenteuer zu entkommen und etwas trockenes anzuziehen. Als wir dann verdreckt, schlammbespritz und zerkratzt aus dem Wald getreten sind hatte unnser Anblick wohl schon etwas von verirrten die endlich wieder das Sonnenlicht erblicken. :) Das Märchenhafte war das wie auf einen abfallenden, nun wieder im Sonnenlicht liegenden Wiesenweg rausgekommen waren. Dieser Weg war von Büschen gesäumt und diese ein Tummelplatz für unzählige Kolibris, die man aus nächster Nähe bestaunen konnte! 

        ganz genau- ein Kolibri!                             naja man wär ja auch nicht tief gefallen :)                       Fressen und gefressen werden!    

Es waren so unglaublich schöne Tage!

                                                                ich seh jeden Tag um die 4 Hunde aber das war bisher der kleinste!                                                           

Bisschen wie daheim

Dienstag, 08.05.2012

Wie die Cluseo Fans unter meinen lieben Lesern vermutlich schon gemerkt haben, habe ich mir für den Namen von meinem Blog ein Zitat von einem gar wunderschönen Cluseo Lied geliehen. Sogar schon bevor ich ihn Costa Rica ankam "bisschen wie daheim", in der Hoffnung, dass diese Worte sich wie ein gutes Ohmen bewahrheiten würden. http://www.youtube.com/watch?v=s-vrbGnT3AQ 

                                                   »You've never been to the ocean? Then, better run. In heaven that's all they talk about. The ocean and the sunset. How fuckin' wonderful to watch that big ball of fire melt into the ocean - and the only light that is left like a candle it's only inside«     

Nachdem ich nun unglaublicherweise schon den 4- ten Monat in Costa Rica lebe und genau an meinem Geburtstag den 100 Tag in diesem wunderbaren Land gleich mitfeiern konnte, werde ich mich zu diesen Vorsatz äußern.                                                           Es heißt: "des Menschen Heimat liegt in den Herzen der Menschen die ihn Lieben." Also kann man wohl mehr als eine Heimat haben. Außerdem bin ich der Meinung das Heimat  kein festgestzter Begriff sein kann. Natürlich ist Deutschland meine Heimat, aber ich denke, so wie das Leben in verschiedene Abschnitte eingeteilt ist, kann es auch das Gefühl, des sich heimisch fühlen, sein. Den für mich beinhaltet Heimat, dass man sich glücklich fühlt da wo man gerade in seinem Leben steht. Dass, was und wo man auch immer etwas macht, einem richtig erscheint. Costa Rica hat sich vom ersten Moment genau so angefühlt. Trotz aller Schwierigkeiten wusste ich, das ist genau  was ich will worauf ich vieleicht schon immer gewartet habe. Genau hier! Genau jetzt!

    ..                                 Geschenke als Geschenk verpacken!                              ...    

So und jetzt genug gephilospht! Was also lässt mich hier heimisch fühlen?! Hm also: Die Schüler haben kein Bock auf Schule die Lehrer auch nicht (ich weiß das lässt sich nicht verallgemeinern weder hier noch da), Menschen wollen immer das was sie nicht haben können, in Deutschland vergammeln die Äpfel am Boden hier die Mangos, egal wo alle kennen Michel Telo, zu Schulzeiten war mein bester Freund Wiki, hier ist es mein Dic(t)i(onary).  

ja Mama ich sorge für mich!       essen       essen         nochmal essen      und nochmehr essen :)   

Natürlich passt man sich auch irgenwie an, ob bewusst oder unbewusst. Ich kauf mir quietschbunte Unterhosen, lass mir die Fußnägel lackieren und folgende Begriffe hab ich schon lange in meinen Wortschatz aufgenmmen: "Tranquila" (auf gutdeutsch "chill mal"), "Venga" (komm), "con cuidado" (mit vorsicht") "que calor" (welch Hitze) und "Pura Vida" (ehm Pura Vida!). Um nur einige zu nennen! Aber keine Sorge ich habe mir auch noch etwas einige Persönlichkeit bewahrt. Ich falte die Plastitüten nicht Dreiecksförmig zusammen, ich weigere mich den Knet-Toast, Brot zu nennen, ich bin weiterhin Vegetarier auch wenn ich sehr komisch angeschaut werde und es zwar aktzeptiert aber meist überhaupt nicht verstanden wird und ich verspreche hiemit, dass ich bei meiner Rückehr nicht jeden  von euch mindestens 3 mal am Tag nach einer "novia"/"novio" (fester Freundinn/Freund) fragen werde! Lachend

Die letzten ultimativen Zeichen wie sehr ich hier "angekommen" bin: Ich kenn den Namen von meinem Busfahrer, ich habe in letzter Zeit weder Polizeibesuch bekommen (weil ich das Alarmanlagen Passwort zu langsam eingegeben habe), noch habe ich mein Badezimmer unter Wasser gesetzt (weil ich vergessen habe Klo und Waschbecken Wasser abzudrehen). Ich habe einen Bäcker gefunden (mit Croisants!) leider echt weit weg. Ich bin essen Integrationsköngin. Ich weiß mittlerweile welches der um die 9, bei meiner Familie in Santa Babara rumrennenden Kinder, wem gehört und ich denke ich kenne jeden Schüler wenigstens vom sehen. Mein Spanisch ist für einfache Konversation  sehr gut geeignet, ich verstehe das meiste aber es geht mir viel zu langsam.

        zwei super nette 11 Klässler                         meine sehr geliebten und allersüßesten cousins                           Musik beim sehr häufigen und sehr beliebten Fußball                 

Am Ende dieses Wohl bisherlängsten Blogeintrags bleibt mir nur noch zu sagen:

Pura Vida! Küssend

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